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Artikel zur Gründungsversammlung der Fördergesellschaft
Kunsthaus Usedom-Wolin vom 13. Mai 2008
 
Quelle: Ostsee-Zeitung

VON INGRID NADLER
 
Rathaus lebt wieder auf
 
Im Rathaus der Stadt Usedom soll das Kunsthaus Usedom-Wolin entstehen. Sonnabend hat sich eine Fördergesell-schaft gegründet. kündigt worden. Noch nicht berücksichtigt sind die Beiträge von polnischer Seite, die jetzt mit den Partnern aus Swinemünde besprochen werden. Aus der polnischen Nachbarstadt hat eine Delegation während der Gründungsversammlung sig-nalisiert, dass sich Swinemünde an der Idee des deutsch-polnischen Kunsthauses aktiv beteiligen wird.
Es sei tatsächlich ein Problem der Insel, dass es nicht genügend akzeptable und gut gestreute Ausstellungsmöglich-keiten gibt, räumte Hannes Albers ein. Woraufhin Peter Jung vom Schlossförderverein Stolpe das Obergeschoss, das als nächstes saniert werden soll, für Kunstausstellungen anbot. Wofür er spontanen Applaus erntete. Eine Kooperation kann der Sache nur dienlich sein. Eine Erweiterung des Kunsthauses eventuell auf andere Stockwerke des Rathauses wird indes als illusorisch, sprich zu teuer, angesehen. Erst nach der nun erfolgten Gründung der Förder-
gesellschaft   –   die  Gründungs-urkunde wurde von siebzehn Kunstinteressierten besiegelt – können Fördermittel beim Land und bei der Pomerania beantragt werden. Allein durch Mit-gliedsbeiträge und Spenden sei das Kunsthaus nicht offen zu halten und zu bewirtschaften, unterstrichen mehrere Redner, zumal in die Ausstellungsräume aus Versicherungsgründen noch kräftig investiert werden muss.

Usedom. Die Fördergesellschaft soll Betreiber des deutsch-polnischen Projekts sein. Der dreiköpfige Vorstand besteht aus Professor Uwe Drewes (Höfingen - Leonberg / Usedom), Britta Herrström (Berlin) und Hannes Albers (Benz). Ausgestellt werden sollen die Werke von Künstlern aus der deutsch - polnischen Region Usedom - Swinemünde-Wolin. Im Mittelpunkt wird ein Lyonel Feininger - Kabinett stehen.
Während die Vorbereitungs-gruppe um Hannes Albers stets davon ausgegangen war, die Ausstellungen auf Künstler zu beschränken, die verstorben sind und wegen fehlender Präsenz in Vergessenheit zu geraten drohen, wurden während der Gründungs-versammlung weitergehende Überlegungen angestellt. Vor allem von Swinemünder Seite, wo Aus-stellungen deutscher Künstler zum festen Programm gehören. Es sollte anders herum auch für polnische Künstler solche Möglichkeiten geben, so die Forderung.
Das jedoch wird wegen der beschränkten Platzkapazität ein Problem werden. Bekanntlich soll sich das Kunsthaus auf das Erdgeschoss des Rathauses beschränken. Dafür seien aus vielen Ecken Deutschlands Dauerleihgaben von Karen Schacht, Vera Kopetz, Otto Manigk, Herbert Wegehaupt, Rolf Werner und anderen namhaften Usedomer      Künstlern      ange-
Mit Freude haben die Gründungsmitglieder und andere interessierte Teilnehmer der Versammlung zur Kenntnis genommen, dass Usedom das Rathaus bis Ende 2009 sanieren will. Der Abgeordnete Michael Leppin betonte im Auftrag von Bürgermeister Jochen Storrer, dass die Stadt sich über die Initiative der Kunstfreunde freue. Man habe nur die Gründungs-versammlung abwarten wollen und könne nun loslegen. Fördermittel und Eigenanteil u. a. für die Dach- und Fassaden-sanierung (nebst Rückfront) lägen bereit.
Foto: I. Nadler
Die Kunstfreunde haben ein Faible für Usedom und die Stadt gleichen Namens.Im Vordergrund der neunjährige Sven Hummel mit einem Fahrrad der Marke Cleveland/Ohio, die der deutsch-amerikanische Künstler Lyonel Feininger bei seinen Fahrten auf der Insel benutzt hat. Es wird künftig im Kunsthaus zu sehen sein. Foto: I. Nadler
 

Pressenotiz
zur Gründungsversammlung am 10. Mai 2008
Fördergesellschaft Kunsthaus Usedom-Wolin
 
Die Region Usedom-Swinemünde-Wolin
hat eine Fördergesellschaft für ein Kunsthaus in Usedom
 
Usedom. Im Rathaus der Stadt Usedom auf der Insel Usedom soll das Kunsthaus Usedom-Wolin entstehen. Eine Fördergesellschaft, die das deutsch-polnische Projekt betreiben will, hat sich am Pfingstsonnabend in Usedom gegründet. Der dreiköpfige Vorstand besteht aus Professor Uwe Drewes (Höfingen-Leonberg/Koserow-Usedom), Britta Herrström (Berlin) und Hannes Albers (Benz-Usedom). Die Gründungs-Satzung ist von siebzehn Kunstinteressierten unterschrieben worden. Aus der polnischen Nachbarstadt Swinemünde hat eine Delegation während der Gründungsversammlung signalisiert, dass sich die Stadt Swinemünde an der Idee des deutsch-polnischen Kunsthauses aktiv beteiligen wird. Die Stadt Usedom plant, das Rathaus, das derzeit leer steht, bis zum Jahresende 2009 zu sanieren.

Im Kunsthaus sollen die Werke von Künstlern und Künstlerinnen aus der deutsch-polnischen Region Usedom-Swinemünde-Wolin ausgestellt werden. Im Mittelpunkt wird ein Lyonel Feininger-Kabinett stehen. Wichtige Werke des deutsch-amerikanischen Künstlers (1871-1956) haben Motive von Heringsdorf auf Usedom über Swinemünde bis hin nach Deep im heutigen Polen zum Inhalt.

Die Satzung der Fördergesellschaft steht in deutscher und in polnischer Sprache im Internet unter www.kunstkabinett.de/Kunsthaus Usedom-Wolin.

Für den Vorstand: Hannes Albers . Benz, Usedom . Pfingstsonntag 2008
 
Rückfragen:
Kunst-Kabinett Usedom. Benz. Ruf 038.379.20.184.

Kunst-Kabinett Usedom. Galerie in Benz. Ruf 038.379.20.184. Fax 038.379.20.185.
Hannelore Stamm, Hannes Albers. www.kunstkabinett.de info@kunstkabinett.de
 
Der Vorstand
Professor Uwe Drewes, Höfingen-Leonberg und Koserow-Usedom
Bauingenieur und selbständiger Consultant
Vorsitzender

Britta Herrström, Berlin
Rechtsanwältin
Stellvertretende Vorsitzende

Hannes Albers, Benz-Usedom
Galerist
Schatzmeister